Zweck des Vereins

Die Pflegeethik Initiative Deutschland e.V. tritt dafür ein, ethische Gesichtspunkte und die verfassungsrechtlich garantierte  Menschenwürde in den Mittelpunkt von Pflegepolitik und Pflegealltag zu stellen.

Orientiert an der Pflege-Charta setzt sich der Verein bundesweit für die Wahrung der Rechte hilfe-und pflegebedürftiger Menschen ein. Insbesondere muss die nötige menschliche Zuwendung und Hilfe in kritischen Situationen und am Lebensende gewährleistet werden. Es darf nicht hingenommen werden, dass verwirrte, alte Menschen fremdbestimmt, ruhiggestellt und fixiert werden. Ebenso darf nicht hingenommen werden, dass Schwerkranke und Sterbende in ihrer Not alleine gelassen werden, weil die Personalkosten zu hoch erscheinen. Der Staat muss seine Schutzpflicht ernst nehmen und darf es nicht zulassen, dass andere Profit aus der Not Pflegebedürftiger schlagen oder diesen körperlichen und seelischen Schaden zufügen, ohne sich dafür verantworten zu müssen. Angesichts des sich zuspitzenden Pflegenotstands, mit einer wachsenden Zahl an Pflegebedürftigen und fehlenden Pflegekräften, ist die Gesellschaft zwingend gefordert, neue Wege zu finden. Um diese große Herausforderung in einer ethisch vertretbaren Weise meistern zu können, bedarf es einer Herangehensweise, die die Wahrung der Menschenrechte sowie die Ergebnisqualität in den Vordergrund stellt.

Diese Anliegen des Vereins wird insbesondere verwirklicht durch:

  • Einflussnahme auf die pflegebezogene Entwicklung in Bund, Ländern, Kommunen, bei Politikern, Leistungsanbietern, Kassen, Behörden und Verbänden, insbesondere durch Stellungnahmen, Schriften und Kampagnen.
  • Konfrontation der Verantwortungsträger mit angezeigten, schwerwiegenden Rechtsverletzungen gegenüber Pflegebetroffenen, in schriftlicher Form sowie durch Anzeige mutmaßlicher Straftatbestände bei der Polizei und Staatsanwaltschaft
  • Mitwirkung an der Implementierung eines wirksamen Schutzes pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen vor jeder Art von Missbrauch und Schädigung durch andere. Ausdrücklich sollen hier auch rechtliche Betreuer oder Bevollmächtigte und Ärzte einbezogen werden
  • Mitwirkung an der Implementierung präventiver Strukturen und kommunaler Hilfesysteme, um Pflegebedürftigkeit zu verhindern, die Selbstständigkeit zu erhalten und ein selbstbestimmtes Leben bis zu Letzt zu ermöglichen.
  • Anregung von Bestimmungen, Standards und Konzepten, die ethischen Anforderungen genügen und die Ergebnisqualität in den Vordergrund stellen. Mitwirkung in den entsprechenden Gremien, die Rahmenbedingungen für die Pflege festlegen.
  • Initiierung von Kampagnen, Aktionen oder Projekten, die im Sinne von: „Mit gutem Beispiel vorangehen“, Wirkung erzielen.
  • Hervorhebung hilfreicher Ansätze und gelungener Praxis, empfehlenswerter Einrichtungen, Therapien und Betreuungsangebote. Ausdrücklich werden dabei die Erfahrungen mit der Naturheilkunde und mit alternativen Heilverfahren einbezogen.
  • Beratung von Pflegebedürftigen, Angehörigen und allen im Bereich der Pflege tätigen Personen in besonderen Problemlagen.

Grundsätze

Helfen oder wenigstens nicht Schaden!

Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!

Es ist wichtiger den Jahren Leben zu geben, als dem Leben Jahre!

Für einen guten Start ins Leben wird viel getan, für ein gutes Ende viel zu wenig!