Im Sommer 2020 meldete sich Uta bei mir, nachdem sie auf den Seiten der Pflegeethik-Initiative Deutschland e.V. Corona-kritische Beiträge gelesen hatte, die ihr aus dem Herzen sprachen. Seitdem hat Uta das Anliegen des Vereins aktiv, sowohl im Vorstand als auch mit Beiträgen und Vorträgen unterstützt. Ihre vielfältigen Erfahrungen als Ärztin und Krankenschwester machten sie außerdem zu einer gefragten Ratgeberin in allen Belangen mit denen Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte konfrontiert sind.
Bewundernswert fand ich vor allem ihren Einsatz während der Corona-Jahre als unbequeme und „ungeimpfte“ Mitarbeiterin in verschiedenen Heimen in Köln. Auf meine Frage: „Warum tust Du Dir das an?“, antwortete Uta: „Weil mir die alten Menschen in den Heimen unendlich leid tun. So kann ich wenigstens einzelnen ein wenig Trost zusprechen und vielleicht auch einige Kollegen zum Umdenken bewegen. Diese ihre Haltung brachte ihr in kurzer Zeit drei Kündigungen ein. Trotzdem hat sie sich erneut beworben und zuletzt auch ein Heim gefunden, das ihre Zuverlässigkeit, ihre Kompetenz und ihre Menschlichkeit zu schätzen wusste.
Mit großer Dankbarkeit blicke ich auf die gemeinsame Zeit mit Uta zurück.
Auf die vielen, intensiven Gespräche über Gott und die Welt. Hinsichtlich christlicher und ethischer Wertvorstellungen im Bereich von Pflege und Medizin vertraten wir gleiche Ansichten.
Vor allem jedoch danke ich Uta für ihre Unterstützung während der Corona-Jahre. Gemeinsam haben wir das uns Mögliche versucht, den für die „unmenschlichen Verordnungen“ Verantwortlichen ins Gewissen zu schreiben. Wir haben über Flyer und durch Internetbeiträge auf die Gefahren der Covid-Impfung hingewiesen. Im September 2025 waren Uta und ich eingeladen, unsere Corona-Erfahrungen im Rahmen einer Enquetekommission in Sachsen, vorzutragen. Ein kleiner Lichtblick in der ansonsten bisher wenig zielführenden Aufklärungsarbeit.
Wir sahen uns zuletzt am 16. November 2025, anlässlich unserer 20. Jahrestagung in Leutesdorf. Uta war Referentin zum Thema: „Was am Ende zählt“. Sie berichtete von ihrem Verhältnis zu Tod und Sterben und von ihren Erfahrungen mit Menschen am Lebensende. Eine zentrale Erfahrung war der Tod ihrer damals 12 jährigen Tochter. Sehr offen sprach sie darüber was ihrer sterbenden Tochter aber auch ihr als Mutter damals geholfen hat: Es war ihr Glaube, die innere Gewissheit, dass der Mensch ein Seelenwesen ist, das nach dem Tod heimkehrt in die geistige Welt.
So traurig es ist, dass Uta nun nicht mehr unter uns lebt, sie uns nicht mehr direkt mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, so tröstlich ist die Vorstellung, dass sie jetzt wieder mit ihrer Tochter zusammen sein kann und wir uns alle dereinst wiedersehen werden.
Mit den besten Wünschen für Uta und ihr weiteres Leben in der geistigen Heimat.
In seelischer Verbundenheit
Adelheid von Stösser den, 18. Februar 2026
Vorsitzende und Geschäftsführerin
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Auch uns hat die Todesnachricht am 12. Februar sehr erschüttert. Wir sind traurig, Uta nie mehr wieder treffen zu können und gleichzeitig dankbar für die Begegnung mit ihr und fühlen uns ihr auch über den Tod hinaus verbunden:
Dr. Fee Friese, stv. Vorsitzende
Andrea Otten, Vorstandsmitglied
Dr. Regina Kühne, ehm. Vorstandsmitglied
Ursula Grotecleas, aktives Mitglied
